Wir ziehen um!

Was mehr als 30 Jahre20160904_095645 lang die zentrale Adresse des örtlichen Kinder- und Jugendtheaters gewesen ist, wandelt sich nun zur neuen Heimat des Kinderschutzbundes. Neben der räumlichen Enge war es die rasante Entwicklung der Organisation, die den Kinderschutzbund bereits vor Jahren dazu veranlasst hatte, sich nach einem neuen Domizil umzusehen.

Die Suche nach einem neuen Standort hat den Kinderschutzbund nun in das Magniviertel geführt, wo im ehemaligen Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde St. Magni Räume zur Verfügung stehen. Dieses wurde bislang vom Staatstheater Braunschweig aus Spielstätte „Haus III“ genutzt, das jedoch nach einem neuen Ort sucht.

„Wir sind sehr froh, dass jetzt alles unter Dach und Fach ist“, sagt die Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes in Braunschweig, Lisa Schnepel.

Dabei wird der Kinderschutzbund sein neues Domizil hinter der Magnikirche inmitten der Einrichtungen der evangelischen Kirchengemeinde St. Magni beziehen, in direkter Nachbarschaft zum Kindergarten und Kinder- und Jugendzentrum. Vermieter ist die Gemeindepflegestiftung von St. Magni. „Für uns ist das eine ideale Partnerschaft. Wir freuen uns über neue Impulse für unsere Arbeit mit den Angeboten des Kinderschutzbundes im Herzen des Magniviertels“, sagt Ralf Saborowski, Vorsitzender des Kirchenvorstandes St. Magni und Mitglied im Vorstand der Gemeindepflegestiftung.

Für den seit 50 Jahren aktiven und mit wachsenden Aufgabenbereichen größer gewordenen Kinderschutzbund ergibt sich an seinem neuen Hauptsitz die lang ersehnte Möglichkeit, zahlreiche Bereiche unter einem Dach zu vereinen. Dazu gehören neben der Geschäftsstelle unter anderem die Gewaltberatungsstelle für Eltern, Jugendliche und Kinder sowie die Braunschweiger Patenschaften und die Nummer gegen Kummer.

Weitere Bestandteile des umfangreichen und differenzierten Angebots sind Fortbildungen und Workshops sowie Elternkurse, Elternabende und die Schulbesuche. Die Schulkindbetreuung bleibt in den Standorten Diesterwegstraße und Ilmenaustraße innerhalb der Grundschulen bestehen.

Die im Magniviertel für Büro- und Gemeinschaftsräume zur Verfügung stehende Nutzfläche ist wesentlich größer, als die im Madamenweg. Ein Teil des Gebäudes, ein großzügige Saal im 1. Obergeschoss, soll für Veranstaltungen der Kirchengemeinde nutzbar sein und auch an Dritte untervermietet werden.

„Durch die vereinbarte Mitnutzung haben wir die Möglichkeit, unsere Nachbarschaft aktiv und lebendig zu gestalten. Für gemeindliche Angebote, wie z. B. die Magni-Winterkirche oder Schreibwerkstätten, und besondere Projekte des Kindergartens und der Konfirmandenarbeit steht nun zusätzlicher Raum zur Verfügung“, freut sich Magni-Pastor Henning Böger. So wird der Zweck der in diesem Jahr 140 Jahre alten Gemeindepflegestiftung von St. Magni, die Kirchengemeinde zu unterstützen, weiter umgesetzt.

Mietbeginn ist am 1. Januar 2020, doch braucht es einige Monate, bis der Umzug in die dann renovierte Immobilie erfolgen kann.

Lisa Schnepel

Henning Böger